Capital: Wir haben eine Blase! Welche Blase?

Immobilienmarkt Deutschland

In einem interessanten Streitgespräch auf Einladung der Zeitschrift "Capital" diskutieren Tobias Just und Rainer Braun über die steigenden Preise am Immobilienmarkt in Deutschland und die Gefahren für Kapitalanleger.

Die Preise für Häuser und Wohnungen steigen in Metropolen wie Berlin, Frankfurt und München weiter. Während Braun von einer Übertreibung spricht, sieht Just für mindestens zwei weitere Jahre eine positive Entwicklung am deutschen Immobilienmarkt. Durch die derzeitigen Rahmenbedingungen, wie das gesunde wirtschaftliche Umfeld, die niedrigen Zinsen und die weitere starke Zuwanderung ergeben sich derzeit keine negativen Signale.
Als Risiko sieht Braun eine Zinserhöhung um mindestens 1,5 Prozent. Mit einer platzenden Immobilienblase ergäbe sich für Kapitalanleger eine Korrektur der Immobilienpreise um bis zu 30 Prozent.

Ein weiteres Argument für eine Konsolidierung am Immobilienmarkt sieht Braun in der anziehenden Bautätigkeit der letzten Jahre.

Zwei interessante Tipps haben die Experten für 2018:

Just: "In Leipzig oder Dresden, die noch Zuzug aus allen Altersschichten haben, kann man leer stehenden Wohnraum kaufen. Aber das ist nur was für Leute, die sich auskennen. Grundsätzlich würde ich raten, stärker auf das Objekt als auf eine Marktstory zu schauen. In jeder Stadt gibt es Gelegenheiten."

Braun: "Wer an die Zukunft der Elektromobilität glaubt, kann eine Wohnung an einer sechsspurigen Straße kaufen und drauf spekulieren, dass dort Ruhe einkehrt. Sie haben aber das Restrisiko, dass Ingenieure ihre E-Autos doch noch mit künstlichem Motorlärm ausstatten, um Fußgänger zu warnen …"

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